Aktuelle Fotos aus der Grafschaft Glatz (Schlesien)

 

Kreis Habelschwerdt

 

Spätenwalde

St. Anna Spätenwalde, Foto: Togamek, CC BY-SA 4.0
St.-Anna-Kirche in Spätenwalde
Foto: Togamek (CC BY-SA 4.0) auf Wikimedia

Die Begräbniskapelle „St. Anna“ in Spätenwalde (poln. Zalesie) bei Habelschwerdt (poln. Bystrzyca Kłodzka) ist eine einzigartige Sehenswürdigkeit. Es ist eine von vier Holzkirchen in der Grafschaft Glatz. Die anderen befinden sich in Steinbach (poln. Kamieńczyk), Wölfelsgrund (poln. Międzygórze) und Neuweistritz (poln. Nowa Bystrzyca). Das 1711-1712 errichtete Holzkirchlein mit Schindeldach und schlankem Glockentürmchen darauf hat im rechteckigen Innern eine hölzerne Kassettendecke. Sie und die Brüstung der Orgelempore sind mit 53 Bildern aus dem Alten Testament und 3 Bildern zu Erlösung und Ostern bemalt und mit Inschriften in altertümlichem Deutsch beschriftet. Sie sind vermutlich als „sichtbares Wort Gottes“ (Laienbibel) unter protestantischem Einfluß in dieser katholischen Kirche entstanden. Auch der Hauptaltar ist ein lutherisch geprägtes Renaissancekunstwerk, das um 1620 geschaffen wurde und in einer protestantischen Kirche stand (vermutlich in Habelschwerdt) und dann der neugebauten Kirche in Spätenwalde übergeben wurde. Dabei wurde er durch einige Engel und die Krönung Mariens (oben) ergänzt. Das heutige Altarbild der Mutter Anna stammt aus neuerer Zeit. Dahinter befinden sich acht kleine Ölbilder, die das Leben Christi darstellen, als größtes das Bild vom Abendmahl. In der Vorhalle am Giebel befindet sich eine alte holzgeschnitzte Pieta.

Text aus: Reiseführer „Das Glatzer Land“ von Peter Güttler

 

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© 2022 by Dipl.-Ing. Christian Drescher, Wendeburg
Erste Version vom 06.11.2022, letzte Aktualisierung am 06.11.2022.